9-Euro-Ticket – Der Weg auf dein Smartphone

Innerhalb kürzester Zeit mussten Verkehrsunternehmen und Verbünde in ganz Deutschland ein funktionierendes 9-Euro-Ticket bereitstellen. Pünktlich zum Verkaufsstart konnten wir für sechs Mobilitätsanwendungen in ganz Deutschland das neue Ticket einsatzbereit implementieren. Dabei mussten wir viele Herausforderungen überwinden.

Was ist das 9-Euro-Ticket?

Das 9-Euro-Ticket ist eine Initiative der Bundesregierung, die Ende März 2022 offiziell beschlossen wurde. Mit dem neuen Ticket konnten von Juni bis Ende August 2022 für monatlich neun Euro alle Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr deutschlandweit genutzt werden. Durch das Angebot sollten die gestiegenen Energie- und Spritpreise für Bürger:innen ausgeglichen werden.

Laut Tagesschau wurde das Ticket bundesweit bislang schon rund 52 Millionen mal verkauft. Der Ansturm auf Bus und Bahn war groß, doch wie wirkte sich diese neue Ticketform auf die Implementierung in den zahlreichen Mobilitätsanwendungen aus?

Der offizielle Beschluss der neuen Form des Reisens bedeutete für uns nicht, den Prozess der Einarbeitung mit unseren Projektpartnern direkt zu beginnen. Vorerst herrschten noch viele Unklarheiten, welche von politischen Entscheidungen abhängig gewesen sind. Erst einen Monat später konnten wir mit der Implementierung der Fahrkarte beginnen. Uns blieben also fünf Wochen bis zu der offiziellen Einführung des 9-Euro-Tickets. Dem Team war sofort klar: Dieses kleine Zeitfenster erforderte schnelle und präzise Entscheidungen.

Eine bedeutende Challenge

Doch die zeitliche Komponente blieb nicht die einzige Herausforderung in dem Implementierungsprozess. Idealerweise erfolgt zunächst die Definition und Umsetzung einer API – eine Programmierschnittstelle zu einem bestehenden System, an welchem die Ticketshops anknüpfen. Durch den knappen Zeitrahmen war es jedoch nicht möglich, die Umsetzung dieser abzuwarten. Dies bedeutete für uns, direkt auf Basis der kurzfristig abgestimmten Definition, die Frontend-Ebene zu gestalten, um den Zeitplan einhalten zu können. Eine komplexe Herausforderung.

Ende Mai war es endlich so weit und wir konnten, kurz vor Start des 9-Euro-Tickets, auf die verarbeitbaren Daten der API zugreifen. Somit blieben uns noch knapp eineinhalb Wochen, alles fertigzustellen und mögliche Probleme zu beheben.

Am Montag, den 30. Mai – zwei Tage vor Verkaufsstart – konnten wir trotz allem pünktlich mit unseren Projektpartnern in sechs Ticketshops live gehen.

Eine Prozessgrafik die den Implementierungsprozess des 9-Euro-Tickets von Anfang bis Ende darlegt
Prozessgrafik der Implementierung des 9-Euro-Tickets
Unser Fazit

Für uns stellt das 9-Euro-Ticket nicht nur eine tolle Chance dar, den ÖPNV zu stärken, sondern hat uns auch projektintern gezeigt, wozu wir fähig sind. Es war eine echte Herausforderung, doch auch diese meisterten wir gemeinsam mit unseren Projektpartnern durch eine hervorragende Zusammenarbeit. Alle hatten dasselbe Ziel vor Augen: Den Nutzenden ein reibungsloses Reiseerlebnis zum Start des 9-Euro-Tickets zu ermöglichen.

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